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Verleihung des Reiff-Preises für Astronomie: Motivation in der Jugendarbeit

Heinz Beister

Am Samstag den 7. November 2020 fand die Verleihung des Reiff-Preises für Amateur- und Schulastronomie online statt. Üblicherweise wird der Preis auf der Bochumer Herbsttagung der Amateurastronomen verliehen. Wegen der Corona-Pandemie ist das Ereignis nun vom Haus der Astronomie in Heidelberg als online-Konferenz ins Internet verlegt worden. Moderiert wurde das Ereignis von Dr. Carolin Liefke.

Wettbewerbe

Um Jugendliche zu motivieren und deren Engagement gesellschaftlich zu würdigen, gibt es eine Reihe von Wettbewerben. Üblicherweise erfolgen die Anmel dungen über beteiligte Schulen oder auch Vereine. Einer der bekanntesten Wettbewerbe, in dem auch Arbeiten aus dem Bereich Astronomie gewürdigt werden, ist „Jugend forscht“.

Der Autor des Artikels – selbst Preisträger in einem der ersten „Jugend forscht“-Wettbewerbe überhaupt – hat am Technischen Gymnasium in Friedrichshafen über ein Jahrzehnt Schüler mit ihren Forschungsarbeiten betreut und war zudem viele Jahre Ju ror im Landeswettbewerb in Stuttgart. Der Charme von „Jugend forscht“ liegt darin, dass sich die Teilnehmer ihr Thema selbst aussuchen können. Allerdings ist die Gruppengröße auf 3 Personen begrenzt und das Thema muss zwingend einem Fachgebiet zugeordnet werden, im Fall der Astronomie meist den Geo- und Raumwissenschaften.

Beiträge, die einen hohen Anteil an interdisziplinären Arbeiten beinhalten, haben da Positionierungsprobleme. So steht die Gruppe vor dem Wettbewerb vor der entscheidenden Frage, ob man die eigentliche astronomische Beobachtung, den technischen Aufwand oder die Programmierküns te zum Thema macht. Positioniert man sich also in Geo- und Raumwissenschaft, Technik oder Mathematik? Es gab Versuche, spe ziell diese interdisziplinären Arbeiten durch Sonderpreise aufzuwerten.

Schwieriger sind die Wettbewerbe der nationalen und internationalen „Olympiaden“ etwa in Physik, Chemie oder Mathematik. Dort werden in jeder Wettbewerbsrunde Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad vorgegeben, deren Lösung zwar reizvoll ist, aber im Wesentlichen außergewöhnlich Begabte in diesen Fachgebieten sucht. Größtenteils findet der Wettbewerb in der Form ziemlich elitärer „Klassenarbeiten“ statt. Astronomie kommt dabei gar nicht vor. Für Hochbegabte ist es dennoch ein interessanter Weg, sich zu präsentieren. Daneben gibt es eine Anzahl kleinerer, lokaler Wettbewerbe und Preise, die interessierten Jugendlichen einen Anreiz bieten, sich über das Mittelmaß hinaus zu bewegen und ihre Fähigkeiten zu zeigen. Zu nennen wären hier beispielsweise „Kreativwettbewerbe“, die von ortsansässigen Banken und Firmen ausgelobt werden. So lohnt es sich durchaus, das lokale Umfeld hinsichtlich dieser Möglichkeiten zu durchsuchen.

„Die Reiff-Stiftung zur Förderung der Amateur- und Schulastronomie wurde im Jahre 2009 aus dem Nachlass des Freiburger Architekten Hans Ernst Reiff gegründet“, heißt es auf der Webseite der Stiftung [1]. Gefördert werden Schülerarbeiten aus dem Bereich der Amateurastronomie in zwei Kategorien.

Quellen

[1] http://www.reiffstiftung.org/

 

Titelbild Ausgabe 1/2021

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