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Joachim Dombrowa
Durch eine Initiative von Albert Schäfer Paul Engemann und Wilm Langhorst haben sich 1955 regelmäßig Hobby-Astronomen auf einem Berg über Hagen getroffen, um auf dem Gelände neben dem Eugen-Richter-Turm Himmelsbeobachtungen durchzuführen. Aus dieser lockeren Aktion haben die Drei dann am 9. November 1955 die „Arbeitsgemeinschaft Volkssternwarte Hagen e.V.“ gegründet.
Das wachsende Öffentlichkeitsinteresse an der Astronomie machte es notwendig, dass eine Sternwarte mit entsprechendem Gebäude errichtet werden sollte. Durch die Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters Helmut Turck und des Oberstadtdirektors Karl Jellinghaus, wurde dem Verein das Gelände neben dem Eugen-Richter-Turm kostenfrei zur Verfügung gestellt. So konnte in Eigenleistung in den Folgejahren das Hauptgebäude der Sternwarte durch die Mitglieder errichtet werden. Im März 1962 wurde die Sternwarte in Anwesenheit der Vertreter der Stadt Hagen offiziell übergeben.
Mit weiteren langjährigen Baumaßnahmen wurde – erneut in Eigenleistung – der heutige Zustand erreicht: Im Hauptgebäude befinden sich eine Küche als sozialer Treffpunkt der Mitglieder, ein Vortragsraum mit 60 Sitzplätzen, eine Bibliothek mit einer umfangreichen Sammlung an astronomischen und historischen Büchern, eine Werkstatt sowie eine offene Beobachtungsplattform und ein Raum mit einem massiven Schiebedach mit fest montierten Teleskopen. Zusätzlich wurde ein Turmgebäude mit einer drehbaren Kuppel errichtet, welches den Namen des Gründers Albert-Schäfer-Turm trägt.
In den 1960er und 1970er Jahren entstand in Hagen das weltweit erste begehbare Planetenmodell mit dem Abbild unseres Sonnensystems im Maßstab 1:1 Milliarde (siehe auch sternzeit 2/2025, S. 86 ff, die Red.). Ausgehend von der Sonnenkugel im Rathausturm wurden Bronzeplatten für die einzelnen Planeten im Boden eingelassen und maßstäblich über der Stadt verteilt. So kann man buchstäblich durch das Sonnensystem wandern. Das Planetenmodell wird heute fachlich von der Hagener Sternwarte betreut.
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