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Sterne zum Greifen nah: Louisenlund eröffnet eigene Sternwarte

Achim Messerschmidt, Peter Fuchs (redaktionelle Bearbeitung)

Abb.1: 4,5 Meter Kuppel mit PlaneWave CDK20 Astrograph f/6.8 und Fluorit-Refraktor TEC APO 160FL (Foto: Stiftung Louisenlund)

Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Sternwarte Louisenlund am 18. Juli 2025 wurde ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsorientierten Bildungsinfrastruktur in Deutschland gesetzt.

Lernen unter realen Bedingungen

Seit Bildungspartnerin 2015 ist die Stiftung Louisenlund des unabhängigen, bundesweit tätigen Vereins zur MINT-Talentförderung e.V.: Im eigenen Forschungszentrum finden die MINT-Talente in Güby an der Schlei in Schleswig-Holstein optimale Rahmenbedingungen und Unterstützung für ihre Forschung und den fachübergreifenden Wissensaustausch. Die jetzt eröffnete Sternwarte auf dem Dach des Lern- und Forschungszentrums bietet jungen Menschen nicht nur Zugang zu astronomischer Technik auf Spitzenniveau, sondern auch die Möglichkeit, sich forschend und entdeckend mit dem Universum auseinanderzusetzen. Als Lern- und Erlebnisraum konzipiert, erlaubt sie dortigen Schülerinnen und Schülern astronomische Forschung unter realen Bedingungen.

Kooperationen und Öffentlichkeit

Aber auch andere Schulen aus der Region werden künftig von der Einrichtung profitieren: erste Kooperationen mit der Grundschule Fleckeby, der Peter-Ustinov-Schule, der Helene-Lange-Schule sowie mit dem Naturpark Schlei, dem Naturpark Hüttener Berge, dem Digitalzentrum Süderbrarup und der Ostseefjord Schlei GmbH sind bereits in Planung. Darüber hinaus ist die Sternwarte auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger zugänglich: um das Potenzial der Anlage auch für den Wissenschaftstourismus in der Region zu nutzen, sind öffentliche Beobachtungsabende und Veranstaltungen geplant.

Historie

Mit der von der Firma Baader Planetarium geplanten und eingerichteten Sternwarte knüpft Louisenlund auch an seine eigene Geschichte an: Carl von Hessen-Kassel (1744 – 1836), Erbauer Louisenlunds, war nicht nur Landesherr, Aufklärer und Freimaurer – sondern auch ein begeisterter Himmelsbeobachter. Auf dem historischen Freimaurerturm, den er im 18. Jahrhundert errichten ließ, vereinte er symbolisch die drei freimaurerischen Grade mit dem Aufstieg zur Erkenntnis – bis hin zum Blick in die Sterne. Die Sonnenuhr, die ihm die Stadt Schleswig schenkte, steht noch heute in Louisenlund – und prägt das Logo der Schule bis heute.

 

Titelbild Ausgabe 4/2025

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