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Astro-Praxis
Erfahrungen mit einem Smart-Telescope: Spielzeug oder doch mehr?

Udo Siepmann

Abb. 1: Seestar S50 mit Stativ

Abb. 2: Blick auf die App

Der Markt für Teleskope wird seit einiger Zeit durch einige neuartige, vollintegrierte Modelle bereichert. Für sie hat sich der Begriff „Smart Telescope“ durchgesetzt. Solche Teleskope haben eine motorisierte Steuerung mit Goto-Funktion, in der Regel eine alt-azimutale Montierung und eine integrierte CMOS-Kamera. Die Bedienung erfolgt über eine App auf dem Smartphone oder einem Tablet.

Schon länger gibt es von den Herstellern Dwarflab, Vaonis und Unistellar solche Produkte mit unterschiedlich großen Optiken. Relativ neu ist das Seestar S50 von ZWO ASI. Über meine Erfahrungen mit diesem handlichen, 2,5 kg leichten und daher sehr transportablen Gerät (Abb.1) möchte ich hier als Beispiel für diese neue Bauweise berichten. Zum Steckbrief des Seestar S50 gehört, dass es in äußerst kompakter Bauweise folgende Komponenten enthält:

  1. ein apochromatisches Triplet-Objektiv mit einer Öffnung von 50 mm und einer Brennweite von 250 mm und somit ein recht „schnelles“ Öffnungsverhältnis von f/5.
  2. einen Kamerasensor vom Typ IMX462 mit 1080x1920 Pixeln
  3. eine alt-azimutale Montierung
  4. ein GPS-Modul
  5. eine Wlan- und Bluetooth-Fähigkeit mit Reichweiten von bis zu 10 bzw. 5 Metern
  6. einen Akku mit einer Kapazität von 6000mAh, ausreichend für den Betrieb von ca. 6 Stunden
  7. eine integrierte Anti-Tau-Heizung
  8. einen je nach Objekt zuschaltbaren Light Pollution Filter.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Gehäuse, das alle diese Komponenten in gekapselter Form vereint, noch ein handliches Stativ und ein ND-5 Sonnenfilter für Weißlichtaufnahmen. Ferner gibt es ein Ladekabel und ein Styropor-Köfferchen, das alle diese Teile in handlicher Abmessung aufnimmt. Zum Betrieb des Seestar gehört zwingend die von ZWO ASI angebotene App, die auf den bekannten Wegen für Android und iOS heruntergeladen werden kann (Abb. 2). Inzwischen hat es schon einige Verbesserungen der Firmware gegeben, die den Nutzungskomfort verbesserten. Die Steuerung aller Geräte-Funktionen besorgt somit die App auf dem Smartphone oder Tablet, sei es zu Hause – indem Smartphone und Seestar beide ins WLAN eingebunden sind – oder draußen im Feld über eine Bluetooth-Kopplung.

 

Titelbild Ausgabe 3/2024

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